Die Großtrappe in Ungarn
Die Bestandsentwicklung der
Großtrappen ist in Ungarn eng mit der Entwicklung der Landwirtschaft verbunden.
Waldrodungen und Trockenlegungen von Feuchtgebieten eröffneten den Trappen neue
Lebensräume. Die Bestände lagen um 1900 bei etwa 8000 Tieren. Trotz intensiver
Bejagung hielt sich der Bestand in dieser Höhe bis in die 1940er Jahre.
Als die Art 1969 unter Schutz gestellt wurde existierten noch etwa 2 300 Tiere.
Bis 1979 stieg der Bestand auf 3 000 Tiere an. Seit Anfang
der 1980er begann ein stetiger Bestandsrückgang, bis 1995 auf 1100 bis 1300
Exemplare.
Zu den wesentlichsten Ursachen des
Bestandsrückgangs gehören die starke Intensivierung der Landwirtschaft und
einige Winterfluchten in den 1980er Jahren mit Verlusten von 35% am
Gesamtbestand.
Die
Synchronzählungen der ungarischen Ornithologen und Naturschützer ergaben 2000: 1106, 2001: 1162 und 2002: 1192 Exemplare (Dr.
P. MÖDLINGER schriftl.)
Die Veränderungen in der räumlichen Verbreitung sind den Karten zu entnehmen.


Zusammenfassende Angaben macht FARAGO
(1996).
Siehe auch FARAGO, S. (1996): Trappenschutz in Ungarn
– Theorie und Praxis. Naturschutz und Landschaftspflege in Brandenburg 5:
95-98.
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